Bregenzerwälder Holzschindeln

Nun ists entlich soweit, daß Haus muß mal geschindelt werden. Wir haben uns für runde Holzschindeln entschieden. Das Holz für die Schindeln stammt zum Teil aus dem eigenen Wald (Weisstanne), zum Teil aus dem Vorsäß Schalzbach, an dem wir Miteigentümer sind. Für die Wetterseite verwenden wir Weisstanne und für vorne ( Sonnseite ) die Fichte. Die Holzblöcke dürfen keine Äste haben und sollten gerade, nicht verdreht gewachsen sein. Hirzu eigenen sich in der Regel nur der oder die untersten Blöcke. Schindelholz ist teuer und wird über 120 € pro fm gehandelt. Das Schindeln war früher als Isolation und Holzschutz gedacht und wurde aus dem Allgäu übernommen.

Es ist eine Heidenarbeit, die Fassade zu schindeln, zumal die runden Schindeln doch genauer anzubringen sind als die eckigen. Über den Fenstern wird eine Leiste angebracht, um das Fenster vor dem Traufwasser zu schützen. Auf der Vorderseite schützt eine druchgehende Hohlkehle die Fenster ebenso.

Gerd schafft momentan pro Stunde nun fast eine Reihe von 14 m. Damit die Reihen auch gerade werden, wird immer eine Schnur gespannt. Die Schindeln dunkeln schnell etwas nach, sodaß man gut erkennen kann, wieviel neue Reihen dazugekommen sind.

An der sonnseitigen Vorderfront haben wir 103 Säcke Fichtenschindeln ( 1 Sack = 1 m2 ) und auf der Wetterseite 80 Säcke Weisstannenschindeln. Eine Schindel ist 7 cm breit, abgerundet, 15 cm lang und 6 mm stark. Gehauen werden sie 7 mm, 1 mm geht durch die Trocknung verloren. Wichtig ist auch, daß die Schindeln nicht nochmals naß werden bevor sie an der Wand sind, sonst stimmts nicht mehr.

Die Holzschindeln stammen von der Fa. Hans "Jonny" Moosbrugger in Au

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